(smg) Im vorletzten Heimspiel des Jahres haben die Bender Baskets Grünberg ihrem Frust über die letztwöchige Niederlage Luft gemacht. Zu Gast war in der Sporthalle der Theo-Koch-Schule mit mhplus Ludwigsburg eine Mannschaft, die um den Klassenerhalt in der 2. Basketball-Bundesliga der Frauen kämpft. Die wurde von Beginn an in die Schranken verwiesen und kam nur zu kurzen Strohfeuern, in denen ihr Läufe gelangen. Grünberg gewann 101:70 (50:34) und feierte in der laufenden Runde somit den zweiten Hunderter in eigener Halle.
Tabellenmäßig hat sich für die Gallusstädterinnen nichts geändert. Sie nehmen nach wie vor den fünften Platz ein und haben Pech, dass die Konkurrenz am Wochenende nicht die für die Bender Baskets günstigen Ergebnisse produzierte. Eng ist es aber zwischen Rang eins, der jetzt von der SG Speyer/Schifferstadt eingenommen wird, und der fünften Position. Nur zwei Zähler machen den Unterschied aus.
Grünberg hatte sich vorgenommen, die Scharte von letzter Woche auszuwetzen. Das ist den Gastgeberinnen gelungen. Trainer Sebastian Szymanski war hinterher sicher, dass mit der Leistung von gestern die Niederlage in Germering nicht zustande gekommen wäre. Verzichten musste er gegen mhplus und in den nächsten Wochen auf Sarah Frankenberger. Sie bereitet sich zurzeit auf das Abitur vor, das für die Rheinland-Pfälzerin schon im Januar mit den schriftlichen Prüfungen beginnt.
Grünberg legte sich bis zur vierten Minute ein kleines Polster zu und führte 13:5. Ludwigsburgs Trainer William Gray sah sich früh veranlasst, seine erste Auszeit zu nehmen. Zwar legten die Baskets zunächst noch etwas mehr vor (18:7), aber anschließend holten die Gäste auf. Nach dem ersten Viertel hieß es daher »nur« 20:15. Kurz vor dessen Ende verloren die Gallusstädterinnen Elisa Ruhl, die bei einem Sturz unglücklich auf die Hand fiel und nicht mehr weitermachen konnte. Den eigentlich schon vorentscheidenden Zwischenspurt zogen die Gallusstädterinnen vom 26:18 bis zur 16. Minute zum 41:19 an. Bis dahin hatte Ludwigsburg in diesem Viertel nur einen Feldkorb erzielt und sonst nur mit Freiwürfen gescort. Statt aber früh den Sack richtig zuzumachen, hakte es dann beim Gastgeber nach dem 46:21. mhplus gelang ein 10:0-Lauf, sodass es zur Pause für Grünberg zwar klar, aber nicht überdeutlich wurde. Im Prinzip war das Spiel zu der Zeit gelaufen, weil die Gäste nicht wirklich eine Chance hatten. Immer wieder gab es für sie durch Fehler und Nachlässigkeiten der Bender Baskets kurze gute Passagen. Drehten die auf, liefen konsequent ihre Fastbreaks oder passten mit schönen Staffetten bis unter den Korb, waren sie nicht zu stoppen.
Den höchsten Vorsprung gab es kurz vor dem Ende. Vanessa Poth stellte ihn mit ihrem Korb zum 101:69 her. Der Schlusspunkt blieb den Gästen mit einem verwandelten Freiwurf vorbehalten. Grünberg hätte durchaus noch höher gewinnen können. Zu viele leichtfertige Ballverluste und vergebene Möglichkeiten unter dem Korb verhinderten ein noch eindeutigeres Resultat. Gefallen hat Szymanski das Auftreten als Mannschaft. Nicht zufrieden war er, 70 Punkte kassiert zu haben. Das waren von dieser Ludwigsburger Truppe einfach zu viele. »In einem Spiel wie heute sieht das gut aus, gegen andere Teams klappt das aber nicht«, warnte der Coach abschließend und wünscht sich zum Jahresabschluss am Sonntag einen Heimsieg gegen Würzburg.
Bender Baskets Grünberg: Steuber (16/2 Dreier), Gaudermann (17/2), Poth (4), Schaake (23/2), Happel (8), Keil (12), Henning (6), Holtz (15), Ruhl, Dickler.
mhplus Ludwigsburg: Turcinovic (16/4), Eitel (4), Brech (5), Warehime (23), Stein (2), Schneider (13), Rodd (3/1), Kolb (4/1).
Im Stenogramm: SR: Steinmetz/ Gutting. - Zuschauer 150.
Gießener Allgemeine