Regionalliga Damen: Sonderlob für Happel

(smg) Für die Regionalliga-Basketballerinnen des TSV Grünberg II hat die Weihnachtspause nach ihrem Heimsieg gegen den ATSV Saarbrücken begonnen. Im Spitzenspiel zwischen dem gastgebenden Tabellendritten und dem auf Rang zwei liegenden Gast mussten die Gallusstädterinnen lange kämpfen, um den 72:66-Erfolg sicher zu stellen.

Erst der fulminante Schlussspurt ermöglichte dem TSV den guten Jahresabschluss. Zur Pause hatte Grünberg noch mit 32:41 zurückgelegen. An den Tabellenpositionen hat sich für die beiden Teams nichts geändert. Angeführt wird das Feld weiter vom TV Hofheim II, der 24 Punkte aufweist. Die beiden Verfolger haben 23 bzw. 22 Zähler auf ihren Konten.

»Die jungen Spielerinnen finden immer besser zu ihrer Rolle im Team und übernehmen jetzt auch verstärkt Verantwortung auf dem Feld. Das ist eine sehr gute Entwicklung, die wir mit ins neue Jahr nehmen werden«, freute sich TSV-Trainer Tobias Erben.

Über weite Strecken der Partie sah es für seine Spielerinnen nicht so gut aus. Sie ließen sich von ihrem Halbzeitrückstand aber nicht aus der Fassung bringen. Vor allem in der Defense steigerten sie sich und gestatteten den Saarländerinnen im Schlussabschnitt nur zehn Punkte. Begonnen hatte ihre Aufholjagd nach dem Seitenwechsel. Grünberg nutzte seine Korbgefährlichkeit von der Dreipunktelinie aus und egalisierte in der 27. Minute zum 47:47. Auch beim 55:56 (31.) waren die Mannschaften noch eng beieinander. Chrisitine Lehnert schaffte den Führungswechsel mit einem erfolgreich abgeschlossenen Schnellangriff, der eine Serie zum 64:56-Zwischenstand (35.) einläutete. Saarbrücken bewies nach fünf korblosen Minuten seine spielerische Klasse und kam zum 64:68 (39.) heran. Nicola Happel wurde im Anschluss nicht nur ihrer Rolle als Playmakerin gerecht, sondern sorgte auch für das 70:64 (40.) und erhielt für ihre Spielführung sowie ihre guten Pässe auf die Flügelspielerinnen und Centerinnen ein Sonderlob Erbens. Der Coach betonte aber, »dass der 72:66-Sieg nur möglich war, weil sich alle Spielerinnen voll in die Mannschaft eingebracht haben«. Erfreut war er zudem über Maria Drevenseks Leistung in der zweiten Halbzeit auf der für sie ungewohnten Centerposition. Hier kam sie auf 17 ihrer 21 Punkte.

TSV Grünberg II: Happel (14), Drevensek (21/2 Dreier), Strack (8), Steuber (15/1), Ritter (2), Rahn (2), Lehnert (8), Carthäuser (2), Meinhart, Spee, Klaus.

ATSV Saarbrücken: Roberts (4), Schönecker (16/1), Selzner (8), Pastorek (14), Louis (4), Stadler (13), Dörr (2), Weinzierl (5), Baldauf.

Gießener Allgemeine