Bundesliga Damen: Gelungener Jahresabschluss für Baskets

(cso) Zum Jahresausklang beschenkten die Bender Baskets Grünberg am Sonntag sich selbst sowie die Zuschauer in der Sporthalle der Theo-Koch-Schule mit einem relativ ungefährdeten 68:46 (33:26)-Erfolg. Da jedoch alle vier im Ranking vor den Baskets platzierten Teams ebenfalls siegreich waren, rangieren die Gallusstädterinnen weiterhin auf Platz fünf in der 2. Basketball-Bundesliga der Frauen. Allerdings ist die Truppe von Trainer Sebastian Szymanski nur zwei Zähler von den vier punktgleichen Mannschaften an der Spitze entfernt und liegt damit in Schlagdistanz zu den Playoff-Plätzen. Der solide Auftritt der Gastgeberinnen wurde auf der Tribüne jubelnd begleitet von der ersten Herrenmannschaft des TSV Grünberg, die mit ihrer eigenen Version von »Stille Nacht« das Fehlen der Cheerleader mehr als wettmachte.

Überraschend in der »Starting Five« agierte Nicola Happel, während Szymanskis etatmäßige Aufbauspielerin Julia Gaudermann zunächst auf der Bank Platz nahm. Nach sechs Minuten kam die 17-Jährige ins Spiel, legte dann aber los wie die Feuerwehr. Mit einem sehr gelungenen Lay-up und zwei Dreiern der etwas schwereren Sorte hatte sie maßgeblichen Anteil an der 19:11-Führung der Gallusstädterinnen nach dem ersten Viertel.

Nicht ganz so glücklich präsentierten sich Finja Schaake und Elke Henning in der Grünberger Offensive. 2/13 und 1/7 Körbe aus dem Feld sprechen eine deutliche Sprache. Vor allem von Schaake ging nicht der Druck aus, der sie ansonsten so stark macht. »Das ist ganz normal und gar nicht schlimm, dass sie auch mal einen schlechteren Tag erwischt«, relativierte Szymanski.

Obwohl sich die Grünbergerinnen in der ersten Halbzeit »schwer taten« (Szymanski) konnten die Gäste aus Würzburg nicht verhindern, dass Gaudermann und Co. zur Halbzeit mit sechs Punkten vorne lagen. Dies lag vor allem daran, dass der Tabellensechste seine Würfe von außen nicht traf. Ein einziger Dreier landete in den ersten 20 Minuten in der Reuse der Gastgeberinnen. Zudem produzierten die Ladybaskets reihenweise Ballverluste. In den ersten 14 Minuten »kassierten« sie allein drei Pfiffe wegen eines Schrittfehlers.

Würzburger Pluspunkt unter dem Korb war allerdings Janet Hatfield, die ihr Team lange in Schlagdistanz hielt. Die Top-Rebounderin der Liga absolvierte die volle Spielzeit von 40 Minuten und holte mit 14 Punkten und 13 Rebounds ein Double-Double. Nicht mit von der Partie sein konnte derweil Jasmin Fantl, die Topscorerin der Gäste. Im Angriff fehlten den Gästen diese Punkte, auch weil Hatfield am Ende konsequenterweise ein wenig die Puste ausging.
In der zweiten Hälfte war dann die Defense der Schlüssel zum Erfolg. So sah es auch Sebastian Szymanski: »Wir haben das Spiel nach der Halbzeitpause in der Verteidigung gewonnen. Das tut natürlich gut, denn ansonsten entscheiden wir die Spiele meist in der Offense.«

Mit einem 9:0-Run bauten die Gallusstädterinnen ihren Vorsprung auf 42:28 (25.) aus. Im Angriff überzeugte bei den Gastgeberinnen hauptsächlich Karolin Holtz auf der Centerposition. Als dann im Schlussviertel auch noch Laura Steuber »auftaute« war der Szymanski-Truppe der Sieg nicht mehr zu nehmen, der am Ende mit über 20 Punkten Vorsprung deutlich ausfiel.

Besonders gefreut haben dürfte den Grünberger Headcoach auch die Tatsache, dass die Würzburgerinnen unter 50 Punkten gehalten wurden. Mit dieser Ausgangssituation ist nun für die Bender Baskets in Sachen Playoffs noch alles im Bereich des Möglichen.

Bender Baskets Grünberg: Steuber (12/2 Dreier), Gaudermann (12/2), Schaake (8/1), Happel (4), Henning (2), Holtz (20), Keil (6), Poth (4).

TG Ladybaskets Würzburg: Brust (10/2), Hatfield (14), Hushegyiova (2), Jochimczyk (8), Liebler (2), Merkle (2), Nöth (3), Schwägerl (5/1), Sigloch.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Möhn/Schulte. - Zuschauer: 150.

Gießener Allgemeine