Gut gefüllte Halle, »46ers«-Maskottchen Fabius im Rahmenprogramm und eine Heimmannschaft, die sich in Hochform präsentierte. Das alles bot sich den etwa 400 Zuschauern, die sich am Sonntag entschieden, den Nachmittag in der Grünberger Sporthalle an der Theo-Koch-Schule zu verbringen, wo die Basketballerinnen der Bender Baskets Grünberg ein erfolgreiches Heimdebüt für dieses Jahr hinlegten. Mit 80:66 (37:26) besiegte das Team von Sebastian Szymanski in der zweiten Bundesliga Süd die Friendsfactory Germering.
Allerdings kamen die Gallusstädterinnen nur langsam in Fahrt. Über ein 15:15 (8.) gingen sie zum Viertelende knapp mit 20:17 in Führung. Die einzige weniger gute Phase leisteten sich die Baskets im zweiten Viertel. Nach einem kleinen Lauf zum 29:21 (15.) bekleckerten sie sich in der Offensive nicht gerade mit Ruhm, was auch durch die zwei Airballs von Laura Steuber unterstrichen wurde. Viele zweite Wurfchancen und eine sichere Verteidigung sorgten dafür, dass zur Halbzeit dennoch eine Elf-Punkte-Führung auf der Anzeigetafel leuchtete. Diese kurze Periode der Unkonzentriertheit endete so schnell wie sie begann. Nach dem Seitenwechsel fand die Szymanski-Truppe wieder zur alten Stärke. Das große Plus war vor allem die tolle Mannschaftsleistung. Fünf Spielerinnen punkteten zweistellig. Elke Henning erwischte dabei einen ganz starken Tag. Im Angriff gelang der Centerin sogar ein Treffer jenseits der 6,25-m-Marke, obwohl das ansonsten nicht ihre Distanz ist. Neben ihrem Double-Double glänzte sie defensiv mit zwei sauberen Blockshots. Nicht ganz so viele Punkte wie gewohnt steuerte indes Karolin Holtz zum Sieg bei, die jedoch gegen Marijana Kovacic oft einen schweren Stand hatte. Im Zusammenspiel mit Henning machte sie indes eine gute Figur. »Elke und Karo haben sich sehr gut ergänzt. Ein gutes Spiel von beiden«, lobte Szymanski. Gewohnt stark präsentierte sich auch Julia Gaudermann auf der Aufbauposition.
Im Gegensatz zu der Teamleistung der Grünbergerinnen hatten die Gäste aus dem Münchner Raum eine Alleinunterhalterin in ihren Reihen. »Marijana Kovacic hat uns schon ein wenig Kopfzerbrechen bereitet«, wusste auch Szymanski. Ihre 23 Zähler erzielte sie nicht nur unter dem Korb, sondern auch aus der Mitteldistanz. Sie hielt ihre Mannschaft lange im Spiel und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Gäste kurz vor dem Ende des dritten Viertels nochmals auf sechs Punkte herankamen. Allerdings wurde der Zuschauer nie von dem Gefühl beschlichen, dass sich Gaudermann und Co. noch die sprichwörtliche Butter vom Brot nehmen lassen. Nach 33 Minuten lagen die Gastgeberinnen mit 71:58 in Front und hatten damit eine Vorentscheidung herbeigeführt. Das »Bonbon« gab es zum Schluss. Per Touch-Pass bereitete Finja Schaake die Punkte 12 und 13 von Juliane Strack vor. Abschließendes Statement von Szymanski: »Vielmehr als heute kann ich von der Mannschaft eigentlich nicht erwarten.«
Bender Baskets Grünberg: Gaudermann (19/3 Dreier), Happel (2), Henning (11/1), Holtz (10), Keil (13), Poth, Schaake (8), Steuber (4), Strack (13).
Friendsfactory Germering: Eitel (14), Grutza (12/1), Kovacic (23), Kümpfbeck (3/1), Losonczy (2), Schmidt (5), Schmidtke, Streng (5), Zdunek (2).
Gießener Allgemeine