(beg). "Es hat gereicht", waren die ersten Worte von TSV-Trainer Tobias Erben nach dem 68:60-Sieg beim TV Hofheim. Damit haben die Regionalliga-Basketballerinnen des TSV Grünberg II den direkten Vergleich im Spitzenspiel gewonnen. In der Hinrundenpartie hatten die TSV-Damen noch mit 63:69 das Nachsehen. "Wir haben in den letzten beiden Minuten minimalistischen Aufwand betrieben", so der Kommentar von Erben, der mit seinem Team bei zwei Minuten Restspielzeit komfortabel mit 68:53 (38.) in Front lag.
Den Gallusstädterinnen sollte in der Schlussphase kein weiterer Korb mehr gelingen, so dass die Südhessen mit dem Schlusshorn auf acht Punkte verkürzen konnten. "Nicht auszudenken, wenn Hofheim seine drei Freiwürfe am Ende getroffen hätte, dann wäre nämlich der direkte Vergleich dahin gewesen", so Erben, der dieses Kapitel unter "Erfahrung sammeln" einordnet.
Was die TSV-Spielerinnen jedoch in den 38 Spielminuten zuvor zeigten, wurde einem Spitzenteam gerecht. Gegen die in Bestbesetzung auflaufenden Hofheimerinnen lieferte Grünberg ein packendes Hessenderby. Im ersten Viertel sorgten Nicola Happel und Keisha Carthäuser für den 14:16-Anschluss (10.). Den Führungswechsel machte Isabell Meinhart mit zwei erfolgreichen Dreiern perfekt (21:18/13.). Bis zur Halbzeit konnte der Vorsprung durch verwandelte Freiwürfe von Jule Strack zum 40:34 (20.) ausgebaut werden. Im dritten Durchgang sorgte Anna-Lisa Rexroth für den 48:49-Anschluss (38.). Erstmalig in der Regionalliga eingesetzt, erzielte die Zweitligaspielerin von den Rhein-Main-Baskets nur sechs Punkte.
Die Entscheidung fiel zu Beginn des Schlussviertels. Hofheim markierte die ersten Punkte nach Wiederbeginn, doch es folgte ein furioser 14:2-Lauf der Gäste zur 68:53-Führung (38.). Die schmolz bis zum Schlusshorn noch auf 68:60 zusammen, reichte aber für den Erfolg. "Ich bin sehr stolz auf meine junge Mannschaft, die sich diesen Sieg selbst erarbeitet hat. Jetzt liegt es in unserer Hand, ob wir den Meistertitel verteidigen können. Allerdings warten bis zum Saisonende noch weitere schwere Aufgaben auf uns, die es zu bewältigen gilt", so Erben.
TSV Grünberg II: Happel (14), Meinhart (9/3 Dreier), Christen (3/1), Strack (11), Rahn (2), Drevensek (5), Philippi, Lehnert (2), Nau (11/3), Carthäuser (11).
Gießener Anzeiger