Bundesliga Damen: Baskets nutzen ihre Chance - Wichtiger Heimsieg für Grünberg

(ax). Die SG Speyer/Schifferstadt hatte am Samstagabend mit ihrer Niederlage in der 2. Bundesliga der Damen die Vorlage gegeben und die Bender Baskets nahmen sie vor heimischer Kulisse auf. Sie siegten nach hartem Kampf mit 73:70 (22:20, 22:14, 14:20, 15:16) gegen Sandhausen und hielten damit ihre kleine Chance auf den vierten Platz und damit auf die Play-offs aufrecht. "Es war nicht einfach, aber ganz wichtig für uns", zeigte sich Baskets-Coach Sebastian Szymanski sichtlich erleichtert.

Die Gallusstädterinnen starteten vor nur 150 Zuschauern - darunter auch eine lautstarke Gruppe aus dem Rhein-Neckar-Raum - recht viel versprechend, ließ aber immer wieder einfache Punkte der TG am eigenen Brett zu. Die Gäste wussten die Defizite in der Baskets-Defensive in der Zone zu nutzen.

Nach dem ersten Durchgang führte Grünberg lediglich mit 22:20, aber dann trat Besserung ein. Die Defensivarbeit wurde intensiviert und die einfachen Zähler nicht mehr zugelassen. Bis zur Halbzeit konnte man sich auf 44:34 absetzen und der Vorsprung wurde bis auf 54:40 (26.) gehalten. Dies hätte eigentlich der Knackpunkt sein müssen, aber dann schlich sich eine Schwächephase ein. Grünberg ließ die nötige Konsequenz vermissen und brachte Sandhausen damit wieder in die Partie zurück.

Die TG verkürzte nach 30 Minuten auf 54:58 und war auf einmal wieder in Schlagdistanz. In der Viertelpause brachte Szymanski seine Mannschaft aber wieder auf Kurs und diese setzte zum entscheidenden Schlag an. Allen voran die überragende Karolin Holtz. Die Centerin war relativ schnell mit Fouls belastet und musste auf die Bank. Sie wurde "von Natascha Mützel super ersetzt", lobte der Trainer seine Nachwuchsspielerin. Aber in der Schlussphase setzte er wieder auf Holtz und die Grünberger Brettspielerin legte richtig los. Neun ihrer 23 Punkte erzielte sie im Schlussabschnitt und war damit maßgeblich dafür verantwortlich die Führung konstant zu halten. Ihr zur Seite stand Aufbauspielerin Julia Gaudermann. Die hatte über lange Zeit mit sich selbst zu kämpfen. Sie versuchte das Heft in die Hand zu nehmen, nur dies gelang nicht. Erst am Ende war sie hellwach, genau im richtigen Moment. Hinzu kam auch, dass die Gäste an der Freiwurflinie Nerven zeigten, Grünberg aber nicht. In der Schlussminute wurden vier Freiwürfe in Serie verwandelt (73:67). Die Entscheidung war gefallen. Coach Szymanski "freute sich besonders über die mannschaftsdienliche Spielweise von uns".

Bender Baskets Grünberg: Frankenberger (14/2 Dreier), Gaudermann (11/1), Happel, Henning (9), Holtz (23), Keil (2), Mützel (7), Poth, Steuber (7/1)

TG Sandhausen: Auer (1), Baumann (25), Cunningham (10/1), Grimm, Grunert (17), Mussgnug, Nussbaumer (15), Schenk (2).

Gießener Anzeiger