Bundesliga Damen: Grünbergerinnen wieder in der Erfolgsspur - Julia Gaudermann überragend

(smg) Die Bender Baskets Grünberg haben in die Erfolgsspur zurückgefunden. Nach zwei Niederlagen in Folge gegen die starken Zweitliga-Teams aus Mainz und Viernheim gelang den Gallusstädterinnen beim USC Heidelberg mit einer Rumpftruppe der wichtige 61:56 (26:31)-Auswärtssieg. Durch die gleichzeitige Niederlage des Mitkonkurrenten Speyer in Mainz, haben die Gallusstädterinnen somit weiterhin die Chance auf den vierten Tabellenplatz und die damit verbundene Teilnahme an den Playoffs.

Die Gallusstädterinnen setzten trotz ihrer personeller Probleme gut um, was ihnen Coach Sebastian Szymanski vorgegeben hatte. Dazu gehörte, den Gegner zu schlechten Würfen zu zwingen und nicht den Anschluss zu verlieren. »Die Taktik ging auf. Das war eine sehr disziplinierte Leistung«, freute sich der Trainer. Unter dem Korb verrichteten Juliane Strack und Alexandra Keil nach den Worten ihres Trainers defensiv einen »Superjob«. Zwar holten die Heidelbergerinnen in der ersten Halbzeit durch ihre körperlich überlegenen Centerinnen zu viele Rebounds, in der zweiten Hälfte wurde das unterbunden und noch mehr geackert. Verhindern konnten die Grünbergerinnen nicht, dass sie nach zehn Minuten 10:14 und zur Pause 26:31 hinten lagen. Julia Gaudermann hatte aber einen Sahnetag erwischt. Sie traf die richtigen Entscheidungen, nahm gute Würfe und war mit ihren 30 Zählern mit Abstand die erfolgreichste Punktesammlerin auf dem Feld. Auch Laura Steuber bewies weiter ihren Aufwärtstrend. Nicola Happel komplettierte das Trio, das für die Bender Baskets den Anschluss hielt.

Im dritten Viertel machten die Gäste den Rückstand wett, um in der 32. Minute endlich die erste Führung zu übernehmen. Die gaben sie dann auch nicht mehr her. Weniger Ballverluste als sonst und der Wille, den Sieg mit nach Hause zu nehmen, waren weitere Faktoren für den Erfolg. »Als Mannschaft standen wir kompakt«, sagte Szymanski und war »stolz auf die Mädels«. Erst in zwei Wochen ( 21. März) müssen die Grünbergerinnen wieder ran, wenn sie zum Abschluss der Hauptrunde Ludwigsburg in eigener Halle empfangen und die komplette Liga zeitgleich spielt.

Heidelberg: Adrion (6), Benavente (14), E. Hofmann (5/1 Dreier), Stage (11), Terry (16), Veith (1), Zipser (3), Güttner, A. Hofmann, Maurer, Meusel, Oehler.

Grünberg: Gaudermann (30/4), Happel (10), Keil (1), Ruhl (1), Steuber (14), Strack (5), Poth, Wojtyla.

Gießener Allgemeine