Bei der U 20 ist der TV Lich als Tabellenzweiter ins Ziel eingelaufen, für den TSV Grünberg hat es in dieser Saison dagegen nicht gereicht: Um sich noch für die Hessenmeisterschaften zu qualifizieren, hätten die Gallusstädter ihr letztes Rundenspiel gegen Roßdorf mit mehr als 17 Punkten Differenz gewinnen und gleichzeitig darauf vertrauen müssen, dass der Tabellenvierte Wiesbaden noch am Dienstagabend beim Schlusslicht Oberursel verliert – beides traf nicht ein.
SKG Roßdorf – TSV Grünberg 111:74 (45:30): Den Gallusstädtern standen lediglich sechs Spieler zur Verfügung. Roßdorf nutzte zu Beginn drei TSV-Ballverluste zu einer 6:0-Führung. Durch Penetrationen zum Korb kam Grünberg zu einigen Zählern, die robuste körperliche Gangart der Gastgeber bereitete der Truppe von Trainer Alexander Kratz von Beginn an Probleme. In der 24. Minute war Grünberg auf 22:24 herangekommen, im nächsten Angriff wurde Fabian Hub von seinem Gegenspieler in den Rücken gestoßen, prallte unglücklich mit einem Mitspieler zusammen, zog sich dabei eine Kieferverletzung zu und musste per Krankenwagen in ein Hospital transportiert werden.
Nun standen dem Grünberger Team nur noch fünf Akteure zur Verfügung, geschockt von der Verletzung mangelte es nun zudem an der Konzentration. Dennoch gestaltete der TSV das Spiel über weite Strecken der zweiten Halbzeit offen. Im Schlussviertel schied auch Gerrit Gissel verletzt aus, nachdem er bei einem Wurfversuch rabiat gefoult worden war und unglücklich aufprallte. In der Schlussphase standen dann sogar nur noch drei beziehungsweise zwei Akteure der Gallusstädter auf dem Feld, weil noch zwei Akteure mit fünf Fouls auf die Bank mussten. „Das war das hässlichste Spiel, was ich bislang als Coach betreut habe“, zog Trainer Kratz ein düsteres Fazit dieser Partie.
TSV Grünberg: Fickar (7), Hub (6), Gissel (16), Herdejost (5), Szembek (26), Willumat (14).
Gießener Anzeiger