(ax). "Leider Gottes hat es für ein Happy-End nicht gereicht. Wir haben uns zu viele Ballverluste geleistet und eine zu schwache Freiwurfquote gehabt", ärgerte sich Baskets-Coach Sebastian Szymanski. Die 76:79 (19:18, 22:19, 14:23, 21:19)-Niederlage der Bender Baskets Grünberg in der 2. Bundesliga gegen Ludwigsburg war somit sein letztes Spiel auf der Trainerbank der Gallusstädterinnen. Traurig muss man trotz des Verpassens der Play-offs aber nicht sein, denn bei den vielen Problemen in dieser Saison hat man sich "achtbar aus der Affäre gezogen", so der Coach. Es hätte aber auch mit einem Sieg nicht gereicht, da die SG Speyer/Schifferstadt in Heidelberg siegte.
Grünberg schaffte es in der ersten Halbzeit nicht, vollends der Partie seinen Stempel aufzudrücken. Teilweise ging man zu leichtfertig mit dem Ball um und leistete sich zahlreiche Turnovers, außerdem fehlte die Intensität und es wurden viele einfache Würfe vergeben. Lediglich zwischen der fünften und 16. Minute lief der Motor bei den Grünbergern rund, die Baskets setzten sich bis auf 34:22 ab. Dann aber war wieder Sand im Getriebe und die Gastgeberinnen verkürzten bis zur Halbzeitpause auf 37:41.
Mehr KonzentrationIn der Kabine forderte Szymanski von seinem Team mehr Konzentration und mehr Engagement, aber erhört wurde er nicht. Die Fehler setzten sich weiter fort und Ludwigsburg nutzte diese konsequent aus, ohne sich dabei besonders verausgaben zu müssen. Der formelle Absteiger führte in der 35. Minute mit 73:62 und Szymanski nahm seine letzte Auszeit als Grünberger Coach. Und siehe da, auf einmal lief es wieder. Stück für Stück wurde der Rückstand verkürzt und die Gallusstädter sahen wieder die Chance auf den Sieg. Finja Schaake spielte nach ihrer Verletzungspause stark auf. In der Schlussminute versenkte sie einen Dreipunktwurf zum 75:76 aus Grünberger Sicht. Die Gastgeberinnen hatten den Ball, die Baskets foulten und schickten eine Spielerin an die Freiwurflinie. Die zeigte keine Nervenschwäche und versenkte beide Würfe. Aber noch war nicht Schluss. Die Bender Baskets Grünberg hatten noch einen Angriff zur Verfügung, leisteten sich dabei aber den 23. Ballverlust. Die endgültige Entscheidung in Sachen Relegationsrunde. "Wir haben uns mit Würde aus der Runde verabschiedet", meinte Szymanski.
mhplus Ludwigsburg: Andersson (2), Kolb (3), Pelchen, Schey (2), Schneider (12), Stein, Turcinovic (20/4 Dreier), von Stackelberg, Warehime (19/1), Woodley (21).
Bender Baskets Grünberg: Frankenberger (9/1), Gaudermann (12/3), Happel (2), Holtz (13), Keil (5), Ruhl (1), Schaake (19/1), Steuber (11/1), Strack (4).
Gießener Anzeiger