WNBL: Knappe Niederlage gegen "Rhein-Main"

(vr) Für die U17-Bundesliga-Basketballerinnen des Team Mittelhessen wird es auf dem für die Play-Offs qualifizierenden vierten Tabellenplatz immer enger. Vor allem nach der 75:74-Sonntagniederlage gegen den direkten Verfolger Rhein-Main Baskets/Langen ist das Zittern bei noch drei verbleibenden Partien nun groß. Besonders dramatisch für die Schützlinge um das Trainergespann Jenny und Hans Brauer war, dass der letzte Korb zum 75:75-Ausgleich nach starker Proteste der Gegner von den Unparteiischen am Ende aberkannt wurde.

Rhein-Main Baskets/Langen – Team Mittelhessen 75:74 (46:32): Zu Beginn legten die Gäste prompt einen 7:0-Lauf aufs Parkett, der den Rhein-Main-Coach Rolf Weidemann zu einer Auszeit nach schon drei Minuten zwang. Diese taktische Pause war aus Sicht der Gäste genau richtig, denn in der Folge kamen diese besser ins Spiel und schenken den Mittelhessinnen bis zum Ende des ersten Viertels 27 Punkte ein. Besonders das schnelle Angriffsspiel der Südhessinnen bereitet den Gästen viel Kopfzerbrechen. „Rhein-Main hat zudem einfach aus allen Lagen getroffen, während wir unter dem Korb viel zu unkonzentriert waren und einfache Punkte haben liegen lassen“, fasste Brauer die ersten zehn Minuten zusammen. Auch im zweiten Spielabschnitt waren die Gastgeberinnen in der Early-Offense sowie im Transition-Angriff nicht zu stoppen und erhöhten die Führung zur Pause auf 46:32.
Nach der Halbzeitansprache, in der Brauer noch einmal die Wichtigkeit des Sieges im Hinblick auf die Play-Offs-Qualifikation betonte, zeigte die Kooperation aus Grünberg und Marburg mit einem 11:0-Run, dass sie unbedingt mit einem Sieg nach Hause fahren wollten. Nicht nur im Angriff lief es jetzt rund, sondern auch in der Verteidigung schafften es Sarah von Hagen und Esther Kalabis im Wechsel Langens gefährlichste Akteurin Lisa Janko aus dem Spiel zu nehmen. Ende des dritten Durchgangs war die Partie dann wieder völlig offen (59:60). Zwei Minuten vor Ende übernahmen die Mittelhessinnen dann die Führung (73:71), ehe fünf Sekunden vor Schluss die Baskets mit 75:73 wieder in Front lagen. Nach einer Auszeit von Brauer und einem Einwurf an der Mittellinie erspielte sich Grünberg/Marburg noch einen freien Dreier, der zwar das Ziel verfehlte, die Grünbergerin Ama Degbeon aber den Rebound holte, den Wurf innerhalb der Spielzeit versenkte und sogar noch einen Bonusfreiwurf gepfiffen bekam. Starke Proteste des gegnerischen Trainers sowie Verantwortlichen des TV Langen veranlassten die Unparteiischen allerdings noch einmal dazu, sich zu beratschlagen. Diese revidierten dann den Korb, da der Wurf die Uhr der Korbanlage berührt haben soll, sprachen Degbeon aber dennoch zwei Freiwürfe zu. Diese ergaben sich aus einem vorangegangen Foul an der Centerin, welches vor der Wurfaktion geschehen sein soll. Am Ende der 75:74-Niederlage tat es Caoch Brauer vor allem für ihre Schützlinge leid, die den Sieg eigentlich schon in der Tasche hatten. Einziger Wehrmutstropfen für Brauer: „Immerhin haben wir den direkten Vergleich mit drei Punkten gewonnen.“

Team Mittelhessen: Bück (2), Decher, Degbeon (24), Gahmig (5), Kalabis (5), Rodefeld (12/1 Dreier), Schäfer (2), Schwarzkopf (2), Thorn, von Hagen (6), Winterhoff (16/4).

Quelle: Gießener Allgemeine