RLD: Entschärfte Atmosphäre. Krofdorf-Gleiberg empfängt Grünberg II zum Derby - Personalsorgen bei Gastgeberinnen

GIESSEN (stw). In der Regionalliga Südwest-Nord der Frauen sind schon seit einigen Spieltagen alle sportlichen Entscheidungen gefallen. Mit 26 Punkten auf der Habenseite thront der TV Langen weit enteilt an der Tabellenspitze und wird sich den Aufstieg nicht mehr nehmen lassen. Und auch in den niederen Gefilden des Klassements sind die Würfel gefallen. Der TSV Krofdorf-Gleiberg und die Reserve des TSV Grünberg rangieren derweil als heimische Teilnehmer auf den Plätzen vier und fünf - punktgleich gehen sie Hand in Hand.

TSV Krofdorf-Gleiberg - TSV Grünberg II (Samstag, 18 Uhr)

"Durch die Tabellenkonstellation wird die klassische Derbyatmosphäre schon ein wenig entschärft, da es sportlich um nichts mehr geht", sagt Grünbergs Trainer Ebi Spissinger vor dem Lokalduell gegen die Krofdorf-Gleiberger. Spissinger selbst wird morgen Abend in der Eduard-David-Halle allerdings nicht selbst an der Seitenlinie stehen können, wer ihn vertreten wird, stand gestern Abend noch nicht fest. Ralf Neumann, Headcoach der Gastgeberinnen, erwartet derweil einen motivierten Gegner, "immerhin haben wir beide Spiele in der vergangenen Saison gewonnen. Da ist noch eine Rechnung offen. Ich gehe davon aus, dass Grünberg personell alles auffahren wird, was sie haben."

Im Klartext heißt das: Da die Bender Baskets ihre Zweitligapartie erst am Sonntag bestreiten, bietet sich die Möglichkeit, einige Spielerinnen aus der ersten Mannschaft in die zweite Garde zu holen - als da beispielsweise wären Keisha Carthäuser oder Elisabeth Dzirma. "Ich gehe davon aus, dass wir mit der gleichen Mannschaft spielen werden wie vor einer Woche in Langen", so Spissinger. Bei den "Giraffen" landeten die Gallusstädterinnen einen knappen 75:72-Erfolg.In Krofdorf-Gleiberg schrillen mit Blick auf das spielende Personal dieser Tage allerdings die Alarmglocken. "Neben den drei Langzeitverletzten werden mir am Wochenende auch noch Melanie Fink und Silke Mandler fehlen, allerdings aus privaten und beruflichen Gründen", berichtet Neumann. Sein Gegenüber Spissinger hat beim morgigen Gegner vor allem die US-Amerikanerin Cara Johnson auf dem Zettel: "Das dürfte die einzige Profispielerin in der Regionalliga sein." Das Hinspiel hat Grünberg übrigens mit 75:61 gewonnen.

Quelle: Gießener Anzeiger