Teamvorstellung Bender Baskets Grünberg:
2001: 9. Platz, 2. Bundesliga
2002: 11. Platz, 2. Bundesliga
2003: 6. Platz, 2. Bundesliga
2004: 7. Platz, 2. Bundesliga
2005: 2. Platz, Regionalliga
2006: 8. Platz, Regionalliga
2007: 1. Platz, Regionalliga
2008: 1. Platz, Regionalliga - Aufstieg in die 2. DBBL
2009: 4. Platz in der 2. DBBL-Süd - Playoffteilnahme zur 1. DBBL
(smg) »Es wird sicher schwierig, noch mal so eine Saison hinzulegen wie letztes Jahr. Wir sind kein unbeschriebenes Blatt mehr«, sagt Trainer Sebastian Szymanski von den Bender Baskets Grünberg und stellt sich auf eine harte Zweitliga-Runde ein. Die Basketballerinnen aus der Gallusstadt gehen erneut in der Südgruppe an den Start und haben am Sonntag um 15.45 Uhr bei den TG Ladybaskets Würzburg gleich einen schweren Gang vor sich.
Als Aufsteiger beeindruckten die Grünbergerinnen im letzten Jahr und erreichten mit Platz vier nach der Hauptrunde auf Anhieb die Playoffs. Leidtragende waren die Würzburgerinnen, die am Ende ein Spiel mehr verloren hatten und somit nicht für die Ausscheidungsrunde qualifiziert waren.
Die Bender Baskets wollen die Ärmel jetzt erst Recht hochkrempeln und keinesfalls stagnieren, sondern kleine Schritte nach vorne machen. »Wir dürfen nicht denken, dass das alles von alleine läuft«, warnt Szymanski davor, die Zügel schleifen zu lassen. In Grünberg soll weiter daran gearbeitet werden, Basketball im weiblichen Bereich zu etablieren. Dazu gehört auch das Nachwuchskonzept, das die Talente unter anderem früh in die Seniorenmannschaften einbindet.
Nach wie vor stellen die Gallusstädterinnen ein Team, das ohne die Verpflichtung von Spielerinnen aus dem Ausland auskommt. Zum großen Teil sind die Akteurinnen Eigengewächse. Aber auch die Kooperation mit dem BC Marburg läuft inzwischen immer besser, sodass Grünberg für diese Saison wieder mit Einsätzen der sonst in der ersten Liga für den BC auflaufenden Doppellizenzspielerin Karolin Holtz plant. Von ihr wünscht sich Szymanski eine dominierende Rolle in der zweiten Liga. Insgesamt wird es sieben Terminüberschneidungen mit Partien von Grünberg und Marburg geben, von denen auch die beiden U18-Nationalspielerinnen Julia Gaudermann (Playmakerin) und Finja Schaake (Flügel) betroffen sein könnten. Die beiden zählten bereits im letzten Jahr zu den Leistungsträgern der Baskets, versetzten die Gegner oft in Erstaunen, sind aber ebenfalls mit einer Doppellizenz ausgestattet und dürfen für Marburg auflaufen. Hauptsächlich sollen sie jedoch für Grünberg zum Einsatz kommen. Der Coach erhofft sich von ihnen in dieser Runde noch mehr Akzente.
Sarah Frankenberger ist ein Neuzugang, der zuletzt mit Gaudermann und Schaake im U18-Nationalmannschaftseinsatz war und als Doppellizenz-Inhaberin für die Rhein-Main Baskets auch in der ersten Liga spielen kann. »Sie ist ein kleiner Vierer und bringt alles mit, was wir uns gewünscht haben«, ist Szymanski angetan.
Mit Nicola Happel steht eine weitere sehr junge Spielerin zur Verfügung, die ihre Qualitäten auf der Position eins in diesem Jahr wohl vornehmlich in der zweiten Mannschaft in der Regionalliga unter Beweis stellen wird. Aufgrund ihrer körperlichen Voraussetzungen lebt sie vom Überraschungseffekt und hat ihr Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Viel Drang zum Korb entwickelt Laura Steuber. Verbunden damit, kann sie viele Fouls ziehen, wovon Szymanski seine Truppe profitieren sehen will. Sie wird in diesem Jahr ebenso in Grünbergs Zweiter spielen.
Für Ruhe und Erfahrung auf dem Feld ist zum einen Elisa Ruhl verantwortlich. Die Aufbauspielerin schöpft aus ihrem langjährigen Repertoire, um auf dem Parkett die richtigen Entscheidungen zu treffen. Sie hat aber immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. So auch aktuell mit einem Muskelfaserriss in der Wade. Dem Coach bleibt momentan nur zu hoffen, Ruhl möglichst schnell fit zu bekommen.
Aber auch die ehemalige A-Nationalspielerin Alexandra Keil kann in der insgesamt jungen Mannschaft Ruhe ausstrahlen. Als Kapitän führt sie die Grünbergerinnen an und gibt ihnen in der Defense Konstanz. »Sie kann alle verteidigen und erledigt ihre Sonderaufgaben«, findet Sebastian Szymanski toll, »dass wir so eine Spielerin in unseren Reihen haben«. Mit Elke Henning steht eine Centerin im Kader, die über das komplette Paket verfügt. In der Offensive kann sie alles, in der Defense weiß sie gleichfalls zu überzeugen. Seit einigen Wochen plagt sich Viktoria Ribel mit einer Patellasehnenentzündung. In den letzten Jahren zählte sie stets zu den Leistungsträgerinnen. »Wenn sie richtig fit ist, wird sie wieder eine gute Rolle spielen«, sagt der Trainer. Rückkehrerin Jana Dickler vervollständigt das Centerquartett. In den Trainingsprozess mit eingebunden sind die für Grünbergs Regionalliga-Team spielenden Juliane Strack und Jessica Peters, die jeweils fünfmal in der zweiten Liga antreten dürfen. Als Standby-Spielerin ist Barbara Wojtyla einzustufen, die nur in absoluten personellen Notfällen einspringen wird. Abgänge gibt es bei den Bender Baskets mit Magdalena Skrzypczak, die zurzeit noch in Marburgs zweiter Vertretung spielt, dann aber nach Berlin ziehen wird. Und Katharina Philippi gehört nun Grünbergs Regionalliga-Truppe an.
Trainer Szymanski nimmt zunächst das Saisonziel Klassenerhalt in Angriff, der so schnell wie möglich gesichert werden soll. Danach können die Gallusstädterinnen wieder weiter nach oben schielen, um den eigenen Zuschauern erneut eine spannende Saison zu bieten. Auf die Kulisse in der Sporthalle der Theo-Koch-Schule sind die Grünbergerinnen stolz. Nicht viele Frauen-Zweitligisten können solch ein zahlreiches Publikum vorweisen wie die Bender Baskets. Das wollen sie sich auf jeden Fall erhalten und am liebsten den einen oder anderen neuen Fan dazugewinnen. Denn an der Spielklassenhierarchie gemessen nimmt Grünberg im Raum Gießen immerhin den zweiten Rang ein. Nur der Männer-Erstbundesligist LTi Gießen 46ers tritt in einer noch höheren Liga an.
Zugänge: Jana Dickler, Sarah Frankenberger (ASC Mainz)
Abgänge: Katharina Philippi (2. Mannschaft), Magdalena Skrzypczak (BC Marburg II)
Das Aufgebot
Viktoria Ribel, Laura Steuber, Julia Gaudermann, Juliane Strack, Finja Schaake, Nicola Happel, Alexandra Keil, Elke Henning, Barbara Wojtyla, Jessica Peters, Karolin Holtz, Elisa Ruhl, Jana Dickler, Sarah Frankenberger.
Trainer: Sebastian Szymanski (im 2. Jahr).
Gießener Allgemeine
BENDER BASKETS GRÜNBERG vor dem Start in die 2. Bundesliga Süd (hinten. v. l.): Trainer Sebastian Szymanski, Jessica Peters, Jana Dickler, Alexandra Keil, Elke Henning, Karolin Holtz, Juliane Strack, Sarah Frankenberger, Barbara Wojtyla, Abteilungsleiter Klaus-Peter Kreuder; vorne (v. l.): Nicola Happel, Viktoria Ribel, Finja Schaake, Laura Steuber, Elisa Ruhl, Julia Gaudermann, Bundesligabeauftragte Birte Schaake. (Foto: BB Grünberg)
Spielplan/Aktuelle Informationen unter Links: Bender Baskets Grünberg
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